Herzlich willkommen im Familienhunde-Verein

Tasso Newsletter:

Zum Besuch der TASSO-Homepage mit mehr Informationen bitte das obere Bild anklicken - Danke.

TASSO-Newsletter vom 09. August 2010:

Rumäne rettet einen Straßenhund und muss sterben

Weil er einen Straßenhund vor Schlägen eines Mannes retten wollte, musste Adrian Priscu (50) qualvoll sterben. Der in Brasov wohnhafte Rumäne hörte am Samstag aus seiner Wohnung Wimmerlaute eines Hundes vor seinem Fenster. Von dort konnte er beobachten, wie ein Mann grundlos und brutal auf einen Straßenhund einschlug. Sofort eilte er dem Hund zu Hilfe. Zunächst kam es zu lautstarken Wortgefechten zwischen den beiden Männern, gefolgt von einem Handgemenge, bei dem der Täter Adrian Priscu mit einer Flasche so heftig am Kopf traf, dass dieser das Gleichgewicht verlor und zu Boden fiel. Der Täter verletzte Adrian Priscu daraufhin mit einer Glasscherbe der Flasche derartig an der Brust, dass das Opfer wenige Minuten später an den Folgen der Stichverletzung starb. Der von Nachbarn zu Hilfe gerufene Krankenwagen konnte Priscu nicht mehr reanimieren; er starb noch am Unfallort. Die Polizei verhaftete den Täter und brachte ihn in Untersuchungshaft. Zu dem Täter wurden bisher in der rumänischen Presse keine Angaben gemacht. "Zivilcourage und Humanität sind nicht nur rumänische Themen wie jüngste Berichterstattungen auch in Deutschland immer wieder beweisen", äußert sich Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO zu dem tragischen Vorfall. "Dem Mann gebührt meine Hochachtung; der Familie mein tief empfundenes Mitgefühl", so McCreight weiter. Der ETN, TASSO und der Bund gegen Missbrauch der Tiere werden diese Woche in Brasov, der zweitgrößten Stadt in Rumänien, eine Pressekonferenz geben und zu einem humanen Miteinander zwischen Mensch und Tier aufrufen.

TASSO-Newsletter vom 26. August 2009:

Das schmutzige Geschäft mit der Ware Hund

Das Angebot an jungen Hunden jeder Rasse, Farbe und Größe zu Dumpingpreisen aus unseren Nachbarländern übersteigt die Nachfrage bei weitem und wächst fast monatlich. Dabei kommen die halb verhungerten, ausgemergelten, durch ganz Europa gekarrten und viel zu früh von der Mutter getrennten Tiere nicht mehr nur aus Osteuropa, wie man früher dachte. Belgien und die Niederlande sind jüngst der Umschlagplatz Nummer 1, weil es so viel seriöser klingt. Deutschland ist leider das Hauptabnehmerland für diesen tierschutzwidrigen Handel. Die Massenproduktion der Welpen – überwiegend in Osteuropa – unter schlimmsten Bedingungen, ohne Licht und zusammengepfercht auf engstem Raum kostet in den „Erzeugerländern” nur zirka 30,- Euro pro Tier. In den Abnehmerländern werden die Tiere dann „günstig” für einige hundert Euro angeboten, was meist immer noch weniger als die Hälfte des marktüblichen Preises ist. Die Tiere sind oft nicht geimpft und entwurmt und werden deswegen oft schon mit tödlichen Krankheiten verkauft. Darüber hinaus sind Welpen, die nicht wenigstens 8 Wochen bei ihrer Mutter waren, kaum sozialisiert. Schwere Verhaltensstörungen wie Dauerkläffen, Angstbeißen und Aggressionen sind nur einige der Probleme mit denen sich die neuen Hundebesitzer dann konfrontiert sehen - wenn das Tier die ersten Monate überhaupt überlebt.

TASSO-Tipp:  Kaufen Sie keine Hunde im Internet, auf Parkplätzen, auf Märkten oder durch Kleinanzeigen, wenn Sie nicht von der Seriosität der Anbieter überzeugt sind. Der grausame Hundehandel kann nur dann wirkungsvoll gestoppt werden, wenn die unseriösen Händler keine Nachfrage mehr finden. Das heißt, wenn Tierfreunde nur noch zum Züchter oder Tierheim gehen. Alle anderen Wege unterstützen die Massenproduktion Hund ungewollt.

TASSO-Newsletter vom 4. April 2009:

TASSO warnt: Hunde nicht vor dem Geschäft anleinen

Es gehört schon so zum Straßenbild dazu, dass es fast nicht mehr auffällt: der in guter Absicht vor einem Geschäft „mal kurz“ angeleinte Hund. Philip McCreight, Leiter von Europas größtem Haustierzentralregister, warnt eindringlich vor dieser Fahrlässigkeit vieler Hundehalter. Gerade im Zusammenhang mit dem in Deutschland zunehmenden illegalen Hundehandel ist die Gefahr für das Tier, geklaut zu werden, besonders groß. Ob der Hund dabei nur ganz kurz oder für längere Zeit angeleint ist, spielt überhaupt keine Rolle. Das Klauen sei eine Sache von Sekunden, weiß McCreight. Diebe würden die Situation ausgiebig beobachten und dann im geeigneten Augenblick zuschlagen. Ein weiterer wichtiger Faktor kommt laut McCreight dazu: „Nicht jeder Mensch traut sich, an einem nahe der Eingangstür zum Supermarkt angeleinten Hund vorbei. Für viele Hunde ist die Abwesenheit von Herrchen oder Frauchen purer Stress. Nähern sich dann auch noch Fremde,  kann auch der liebste Hund durchaus auch mal in Panik geraten und zuschnappen.“

TASSO-Newsletter vom 10. März 2009:

VORSICHT: Spenden-Abzocke am Telefon

Es sei immer wieder das gleiche Muster, beschreibt Philip McCreight, Leiter von Europas größtem Haustierzentralregister, das Vorgehen der Telefonabzocker.  Die  Masche ist zwar alt, funktioniert aber immer wieder. Unter falschem - aber allseits bekannten - Namen großer Tierschutzorganisationen wird am Telefon um eine Spende für den Tierschutz gebeten. Meist seien es allein stehende, ältere Menschen, die auf den Trick reinfallen. Klappt die Abzocke nicht auf Anhieb, werde mit dem Leid von Tier oder Mensch oft heftig Druck auf die Angerufenen ausgeübt, die sich verbal einfach nicht so gut wehren können. McCreight warnt: „Seriöse Organisationen wie zum Beispiel TASSO oder der Bund gegen Missbrauch der Tiere werden nie am Telefon um Spenden bitten und nie die Kontodaten erfragen.“ Ganz wichtig sei es, den Anrufer sofort wissen zu lassen, dass Telefonanrufe an Privatpersonen zu Werbezwecken gesetzlich verboten sind. Das hilft meist schon und man hat seine Ruhe.

TASSO-Newsletter vom 24. Februar 2009:

Handel mit Billigwelpen floriert - Aufklärung tut Not

Ein 25-jähriger Mann aus Potsdam wurde am Freitag in Untersuchungshaft genommen. Er steht in Verdacht, ungeimpfte Welpen aus Polen illegal als angebliche Tiere aus deutscher Zucht in Deutschland und der Schweiz über das Internet verkauft zu haben. Die Tiere seien erkrankt oder gestorben, teilte das Landeskriminalamt Brandenburg mit. Pro Verkauf erzielte der Betrüger bei einem Einkaufspreis von 30 Euro, zwischen 400 bis 600 Euro. Den Angaben zufolge hat der Mann vor allem mit Welpen der Rassen American Stafford, Labrador, Prager Rattler, Bulldogge, Shi Tsu, Stafford Terrier und Pitbull gehandelt, so die Märkische Allgemeine Zeitung.

„Hunde sind keine Ware und gehören nicht als Billigangebot ins Internet, auf Wochenmärkte oder Parkplätze! Keiner sollte sich in solch illegale Geschäfte reinziehen lassen.“, lautet der eindringliche Rat von Philip McCreight von TASSO e.V. Die Welpen werden oft viel zu früh von ihren Müttern getrennt, sind weder sozialisiert noch medizinisch untersucht oder geimpft und sterben in den meisten Fällen in den ersten Lebensmonaten. In vielen Ländern Europas werden Hunde genau für diesen tierschutzwidrigen Handel gezüchtet. Ein leider einträgliches Geschäft! „Erst wenn die Betrüger erkannt haben, dass Hundeliebhaber in Deutschland aufgeklärt sind und deshalb kein Absatz zu erwarten ist, wird der Handel nachlassen.“, weiß McCreight.

TASSO-Newsletter vom 18. Februar 2009:

Ab März Verbot von Tierversuchen für kosmetische Inhaltsstoffe

Das deutsche Tierschutzgesetz verbietet Tierversuche für die Entwicklung von Kosmetika bereits seit 1998. In der Europäischen Union waren Tierversuche für Kosmetik allerdings noch lange an der Tagesordnung. Erst seit 2004 sind Tierversuche für die Überprüfung kosmetischer Endprodukte auch in der EU verboten. Die Inhaltsstoffe oder Rohstoffe allerdings durften weiterhin an Tieren getestet werden. Am 11. März 2009 tritt nun die 7. Änderung der EU-Kosmetikrichtlinie in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt sind Tierversuche auch für kosmetische Inhaltstoffe und die Vermarktung von Kosmetik, die im Tierversuch getestet wurde, EU-weit verboten. Dies ist ein weiterer Meilenstein zur gänzlichen Abschaffung der Tierversuche in der Kosmetik. „Auch wenn es noch viele Lücken gibt, die Gesetze nur schwer zu überwachen sein werden und noch viel Arbeit vor uns liegt, bis es gar keine Tierversuche mehr gibt, ist die Novellierung der Kosmetikrichtlinie absolut begrüßenswert.“, freut sich Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO.

Verbrauchern, die verunsichert sind, rät McCreight auf Kosmetik von Herstellern, die Mitglied beim Bundesverband Deutscher Industrie- und Handelsunternehmen (BDIH) oder beim Internationalen Herstellerverband gegen Tierversuche in der Kosmetik (IHTK) sind, umzusteigen. „Mit der Wahl derartiger Produkte, die es übrigens auch schon in Drogeriemärkten gibt, kann man sicher sein, dass kein Tier in Versuchen leiden musste.“, so McCreight weiter.

TASSO-Newsletter vom 11. Januar 2009:

Fast 50.000 Hunde und Katzen zurückvermittelt

TASSO-Bilanz 2008: So viele „Flüchtlinge“ wie niemals zuvor

Exakt 49.103 entlaufene Hunde und Katzen haben im Jahr 2008 buchstäblich das Weite gesucht und konnten trotzdem an ihre Besitzer zurückvermittelt werden. Dank TASSO, der Tierschutzorganisation, die sich seit über 26 Jahren unter anderem der kostenlosen Suche nach vermissten Haustieren widmet.

Dass der Verein im vergangenen Jahr besonders erfolgreich war, ist laut TASSO-Chef Philip McCreight auf das weiter wachsende Verantwortungsbewusstsein der Tierhalter zurückzuführen: „Der unter die Haut schmerzlos eingesetzte Transponder-Chip ist bei Hunden und Katzen immer häufiger anzutreffen. Dieser Chip ist schließlich die Voraussetzung für die eindeutige Identifizierung des Tieres. Er allein aber nützt gar nichts, wenn das Tier nicht auch bei uns registriert ist, was übrigens keinerlei Kosten verursacht. 2008 hatten wir zum Glück einen regen Zulauf, es gab genau 501.159 Neuzugänge in unserem Haustierzentralregister.“

Trotz der positiven Bilanz ist McCreight nicht recht zufrieden: „Noch immer sind rund 63 Prozent aller Heimtiere nicht registriert, obwohl sie vielfach einen Chip besitzen. Dabei funktioniert die Registrierung über das Internet schnell und sicher: Einfach auf obigen Link und dann auf „Registrierung“ klicken. Die Datenübertragung erfolgt verschlüsselt, persönliche Daten sind so vor jedem „Mitlesen“ geschützt.“

TASSO-Newsletter vom 3. August 2008:

TASSO warnt: Hunde und Katzen sind keine Urlaubs-Mitbringsel

In vielen südlichen Ländern gehören sie zum Straßenbild: Herumstreunende und offenbar herrenlose Hunde und Katzen. Ihr teilweise jämmerliches Aussehen verleitet viele Urlauber zur spontanen Hilfe. „Und das ist auch gut so“, meint Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale. Tierschützerisches Engagement dürfe nicht vor der eigenen Haustür enden, artgerechtes Futter und vor allem tierärztliche Hilfe sei für Streuner oft lebensnotwendig.

Oftmals zu weit ginge die Tierliebe aber, wenn sich Urlauber nicht mehr von ihrer vierbeinigen Ferienbekanntschaft trennen und diese mit nach Hause nehmen wollen. „Für den Grenzübertritt ist in allen europäischen Ländern eine Tollwutimpfung vorgeschrieben“, erklärt McCreight. „Sie muss wenigstens vier Wochen zurückliegen und darf nicht älter als ein Jahr sein. Da die Wenigsten entsprechend lange Urlaub machen können, ist der ‚Export‘ schon aus Zeitgründen kaum möglich.“ Hinzu komme: „Die mitgebrachten Tiere müssen bei der Einfuhr nach Deutschland gechippt oder gut leserlich tätowiert sein. Außerdem muss eine spezielle amtliche (EU) Mustergesundheitsbescheinigung für sie vorgelegt werden. Aus zahlreichen Urlaubsländern ist zusätzlich eine Bescheinigung über einen Bluttest, der drei Monate vor der Einfuhr erfolgte, erforderlich.“

Wer die Einfuhr dennoch riskiere, müsse damit rechnen, dass der Hund oder die Katze vom Zoll in Quarantäne geschickt werden. „Das kann vor allem bei Welpen zu schweren psychischen Belastungen führen“, warnt McCreight.  Viel besser sei es, den liebgewordenen Hausgenossen einem örtlichen Tierheim oder einer Tierschutzorganisation anzuvertrauen. „An vielen Orten in Süd- und Osteuropa gibt es Einrichtungen für herrenlose Tiere, die mit Unterstützung aus Deutschland arbeiten“, sagt der TASSO-Chef. „Will man unbedingt einen Hund oder eine Katze mit nach Hause nehmen, sind diese Organisationen der beste Ansprechpartner. Vor allem: Die Tiere sind dort in der Regel bereits geimpft, entwurmt und kastriert beziehungsweise sterilisiert.“

TASSO-Newsletter vom 13. Juni 2008:

Bei Anruf Abzocke

Betrüger suchen gezielt nach Telefonnummern in Vermisstenanzeigen von Tieren und erschleichen sich Aktivierungscodes von Online-Bezahlsystemen.

Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. warnt vor betrügerischen Aktionen angeblicher Tierschutzorganisationen. Laut Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale, erhielten derzeit zahlreiche Telefonbesitzer Anrufe aus Spanien, in denen nach einem per SMS auf das Handy übermittelten PIN-Code des Online-Bezahldienstes „Clickandbuy“ gefragt wird. Dieser Code würde beispielsweise für die Weiterleitung der Vermisstenanzeige an Tierheime benötigt, so die Behauptung. Tatsächlich aber dient der von „Clickandbuy“ gesendete Code ausschließlich zur Verifizierung der Anmeldung beim Bezahldienst. „Die Betrüger haben sich mit den Angaben aus der Vermisstenanzeige angemeldet, unter anderem auch mit der üblicherweise angegebenen Handy-Nummer“, mutmaßt McCreight. „Damit die Registrierung klappt und man per Mausklick weltweit einkaufen kann, muss man den von ‚Clickandbuy‘ per SMS zugesandten Bestätigungs-Code in ein Web-Formular eingeben. Damit soll die Authentizität der Anmeldung sichergestellt werden.“

Der TASSO-Chef empfiehlt: Wenn jemand am Telefon nach eindeutig vertraulichen Informationen wie PIN-Codes fragt, grundsätzlich auflegen. „Da auf die klassischen Phishing-Methoden per E-Mail kaum noch jemand hereinfällt, suchen sich die Betrüger neue Einnahmequellen“, meint McCreight. „Besitzer vermisster Tiere scheinen optimale Opfer zu sein. Schließlich würden viele alles tun, nur um ihren Liebling zurückzubekommen.“ Um Abzock-Versuchen vorzubeugen, sollten Vermisstenanzeigen niemals Name, Anschrift oder Telefonnummer enthalten, warnt der Tierschutzexperte. Viel besser sei es, die Suche TASSO zu überlassen. Die von dem Verein verbreiteten Suchanzeigen enthalten keinerlei Informationen, die auf den Besitzer des vermissten Tieres schließen lassen. Zudem ist dieser Service vollkommen kostenfrei.

TASSO-Newsletter vom 04. Juni 2008:

Dobermann beinahe im Auto gestorben

Die morgendlichen Temperaturen haben einen Hundehalter veranlasst, seinen jungen Hund während eines Seminars 4 Stunden lang im Auto zu lassen. Dass die Sonne steigt und das Auto sich in dieser Zeit aufheizen würde, daran dachte der Halter nicht. Passanten alarmierten die Polizei, als der Hund schon regungslos auf den Lederrücksitzen des Autos lag und hechelte. Die zu Hilfe gerufene örtliche Tierschutzvereinsvorsitzende Jutta Schneider meinte zu dem Vorfall: „Wäre der Hund älter oder krank gewesen, hätte er die Unachtsamkeit seines Herrchens nicht überlebt.“ In dem Auto, das von der Polizei aufgebrochen wurde, wurden 40 Grad Celsius gemessen. „Ein paar Grad mehr und der Hund wäre jämmerlich eingegangen.“ Immerhin war der Halter, der seinen „Henry“ am übernächsten Tag aus dem Tierheim holen durfte, sehr reumütig. TASSO rät: Wenn Sie einen Hund im Auto sehen, der unter der Hitze im verschlossenen Auto leidet, informieren Sie bitte unverzüglich die Polizei. Lieber einmal zu viel eingreifen, als wegschauen.

TASSO-Newsletter vom 02. Juni 2008:

Hund verursacht Unfall - Nicht immer haftet der Halter

Im zugrunde liegenden Fall war eine Hundehüterin mit dem Hund ihres Bekannten unterwegs. Der Hund riss sich plötzlich ohne ersichtlichen Grund von der Leine los. Die „Hundesitterin“ lief hinter dem Hund her. Ein Autofahrer musste ausweichen, um weder Mensch noch Hund zu gefährden. Zum Sach-Schaden von 5.000 Euro kam es, als ein weiteres Auto das ausweichende Auto überholen wollte. Die Hundehaftpflichtversicherung weigerte sich zunächst, den Schaden zu begleichen und begründete ihre Entscheidung damit, dass das Auto angesichts des über die Straße laufenden Hundes nicht hätte überholen dürfen. Das Landgericht Coburg entschied zu Gunsten der Hundehalterin; die Versicherung muss den Schaden bezahlen. (Az 22O 283/07).

Begründung: Ein Autofahrer muss nicht damit rechnen, dass sich ein Hund unvermittelt losreißt, zumal er ordnungsgemäß angeleint war. Auch waren die Autos nicht zu schnell unterwegs. Der Unfall hätte laut Auffassung des Gerichtes nicht vermieden werden können. „Das Beispiel zeigt einmal mehr, wie wichtig eine Hundehaftpflichtversicherung ist, die manche Tierhalter leider immer noch lieber sparen möchten.“, so Andrea Thümmel von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. „Außerdem muss überprüft werden, ob im Versicherungsschutz auch der Tierhüter mit eingeschlossen ist.“, so Thümmel weiter.

TASSO-Newsletter vom 30. Mai 2008:

Mit dem Hund in den Urlaub - Richtige Vorbereitung schützt

Im Gegensatz zu den meisten Katzen freut sich der Hund, wenn er im Urlaub mit dabei sein darf. Und das ist gut so, da er eher personen- als ortsbezogen ist wie die Katze. Dennoch bittet TASSO, Europas größtes Haustierzentralregister, Tierbesitzer einige Dinge vor Reiseantritt zu bedenken: Für Reisen in die Länder der Europäischen Union ist der blaue EU-Heimtierausweis und eine Chippung vorgeschrieben. Außerdem muss das Tier die notwendigen Schutzimpfungen, die auch nur einen gewissen Zeitraum zurückliegen dürfen, haben. Ist der Impfschutz abgelaufen, kann es passieren, dass man an der Grenze zurückgewiesen wird. Vor Reiseantritt also besser den Tierarzt fragen. Zum Schutz des Tieres ist es ratsam, während des ganzen Urlaubs die SOS-Halsbandplakette von TASSO ans Halsband zu machen und eine Telefonnummer vom Urlaubsort oder die Handynummer bei TASSO zu hinterlassen. Gerade im Ausland ist eine Rückvermittlung schwierig. Im Verlustfall kann so schnell gehandelt werden. Wenig bekannt ist, wie dramatisch sich die Wärmeentwicklung in einem geschlossenen Auto auf den Hund auswirken kann. Selbst bei nur 20 Grad Celsius heizt sich das Auto in der Sonne in wenigen Minuten so stark auf, dass es für den Vierbeiner lebensbedrohlich werden kann. Leider gibt es jedes Jahr viele tote Hunde aus Unwissenheit des Besitzers. Deswegen gilt: Den Hund im Sommer nie alleine im verschlossenen Auto lassen, auch nicht für wenige Minuten. Vor Reiseantritt ist es empfehlenswert, das Tier nicht zu füttern, aber immer frisches Wasser anzubieten. Genügend Pausen sollten nicht nur für den Hund selbstverständlich sein. Für gewisse Urlaubsgebiete, wie zum Beispiel Italien, sollte man sich mit seinem Tierarzt beraten, ob Präparate oder Halsbänder zur Abwehr der gefährlichen Sandmücke, angeraten sind. Diese Mückenart überträgt die sich auch bei uns ausbreitende Leishmaniose und ist bisher nicht heilbar. Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO warnt auch vor Reisen in einige Länder Europas. “So genannte Kampfhunde dürfen ohne internationale Zuchtpapiere in viele europäische Länder nicht einreisen. Leider ist es in vergangenen Jahren wohl gerade in Holland vermehrt zu Vorfällen gekommen, bei denen auch Mischlingshunde, die nur so aussahen, als seien sie Kampfhunde, von den dortigen Behörden beschlagnahmt worden sind. Da man im Zweifelsfall nur schon wegen der Sprachbarrieren keine Chance hat, seinen Hund zurück zu bekommen, sollte man Holland als Urlaubsland besser meiden, wenn der eigene Hund auch nur annähernd einem Kampfhund ähnelt.” empfiehlt McCreight zur Sicherheit.

TASSO-Newsletter vom 18. April 2008:

Angst beim Anblick eines Hundes kann für Haftung reichen

Laut einem Gerichtsurteil des Oberlandesgerichtes Brandenburg (Az 12 U 94/07) kann ein Hundehalter im Zweifelsfall auch für Schäden haftbar gemacht werden, die als Konsequenz auf das eigentliche Verhalten des Hundes folgen, obwohl sie nicht direkt durch das Tier verursacht wurden. Im zugrunde liegenden Fall  hatte sich eine 78-jährige Radfahrerin offensichtlich derart durch einen bis auf drei Meter auf sie zulaufenden Hund erschreckt, dass sie beim Absteigen vom Fahrrad zu Sturz kam. Der Hund war allerdings zu diesem Zeitpunkt bereits von seinem Herrchen wieder abgerufen worden. „Zwar erscheint diese Situation zum Teil als ungerecht, jedoch haben der Gesetzgeber und der Bundesgerichtshof dem Tierhalter diese weit reichende Haftung auferlegt, da Tiere in ihrem Verhalten unberechenbar sind und dadurch Leben, Gesundheit und Eigentum Dritter gefährdet sind. Glücklicherweise hat die Tierhalterhaftung jedoch auch Grenzen. Hat der Geschädigte den Vorfall selbst verschuldet oder  hat er völlig ungewöhnlich auf das Verhalten des Tieres reagiert - erleidet beispielsweise ein Hundehalter einen Herzinfarkt aufgrund einer Rauferei seines Hundes mit einem anderen - so scheidet die Haftung des Tierhalters aus“, so Ann-Kathrin Fries, Rechtsanwältin für Tierrecht.

TASSO-Newsletter vom 12. April 2008:

TASSO warnt vor Hunde-Entführern

24-jährige Studentin sollte 2000 Euro zahlen - Erpresser bei der Übergabe von der Polizei geschnappt - Methode könnte trotzdem Nachahmer finden.

Klein, ungefährlich und wertvoll - so beschreibt Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V., die typischen Eigenschaften potenzieller tierischer Entführungsopfer. Für McCreight hat der Fall der 24-jährigen Studentin Carolin Kass aus Paderborn, die vor wenigen Tagen 2000 Euro "Finderlohn" zahlen sollte, Seriencharakter: "Die Erpresser hatten die kleine Chihuahua-Hündin angeblich gefunden und verlangten von TASSO die Telefonnummer der Besitzerin, um bei ihr dann richtig abkassieren zu können.", berichtet der Tierschützer. "Wir haben Frau Kass aber gewarnt und um Einschaltung der Polizei gebeten."

Die Studentin befolgte den Rat, TASSO gab die Rufnummer mit ihrer Einwilligung an die Erpresser heraus, und wenige Stunden später schnappte die Kripo-Falle bei der Geldübergabe zu. "Für die Hundebesitzerin und ihren kleinen Liebling ist zwar alles glimpflich abgelaufen", so McCreight weiter, "es hätte aber auch böse enden können." Dass die Erpresser den Hund tatsächlich nur gefunden hätten, wie sie gegenüber der Polizei wohl behaupteten, bezweifelt der TASSO-Chef. "Dazu sind die uns gegenüber viel zu abgebrüht aufgetreten." So sei denn auch durchaus damit zu rechnen, dass diese Entführung kein Einzelfall bleibt. Damit es erst gar nicht zu einer solchen Situation kommt, rät McCreight:

>          Der Hund sollte möglichst keinerlei Hinweise auf den Besitzer mit sich tragen, beispielsweise keine Telefonnummer. Besser ist die kostenlose SOS-Halsbandplakette von TASSO mit individueller Registrier- und zentraler Rufnummer. Die TASSO-Mitarbeiter sind geschult und fühlen den Findern auf den Zahn.

>          Nach deutschem Recht ist der Finderlohn bei Tieren auf drei Prozent des Wertes festgesetzt (§ 971 BGB). Für einen 1000 Euro teuren Hund wären also 30 Euro Finderlohn angemessen, wer mehr verlangt und das Tier zurückhält, macht sich strafbar. In solchen Fällen immer die Polizei einschalten.

>          Wirkliche Tierfreunde helfen ohne jeden finanziellen Hintergedanken. Wenn die Belohnung beim Finder ganz eindeutig im Vordergrund steht, sollte man misstrauisch sein.

>          Bei der Übergabe des Hundes sollte der Besitzer keinesfalls allein sein, sondern einen Zeugen dabei haben. Plötzlichen Erpressungsversuchen könnte man so schon im Vorfeld begegnen.


Pro Jahr liefen hochgerechnet rund 170.000 Hunde ihren Besitzern weg, so McCreight. Dank der Registrierung bei TASSO und der Mithilfe zahlreicher Tierfreunde würde zwar die Mehrheit der Vierbeiner früher oder später wieder zu Hause landen; allzu leichtfertig solle man aber nicht mit dem Tier umgehen: "Auch der gehorsamste Hund kann plötzlich das Weite suchen und dabei unseriösen Geschäftemachern in die Hände fallen. Hinzu kommt die ‚Entführungsgefahr' beispielsweise beim Festbinden vor einem Geschäft. Mein Tipp: In unbekannter Umgebung den Hund nie frei laufen lassen und beim Festbinden in kurzen Abständen nachsehen, ob er noch da ist."

TASSO-Newsletter vom 28. März 2008:

Zecken-Alarm: Hunde sind besonders gefährdet

Experten warnen vor der unbehandelt tödlich verlaufenden Babesiose-Infektion

Die im Volksmund „Hundemalaria“ genannte Babesiose des Hundes ist weiter auf dem Vormarsch. Übertragen werden die Bakterien durch Auwaldzecken, die inzwischen aus ihrer Winterruhe erwacht sind und gierig auf Opfer lauern.

Der diesjährige Winter war zwar ungewöhnlich lang, aber insgesamt eher mild. Aufgrund der fehlenden zweistelligen Minusgrade werden somit Heerscharen von Zecken überlebt haben. Die winzigen Spinnentiere lauern nun im kniehohen Gras oder niedrigen Büschen auf ihre Opfer, die sie an deren Ausdünstungen erkennen. Bei unmittelbarem Kontakt mit dem Opfer lassen sie sich vom Halm oder Ast abstreifen und suchen eine warme Körperstelle mit möglichst dünner Haut. Dort stechen sie zu, saugen Blut und „spucken“ unverdauliche Blutbestandteile von Zeit zu Zeit in die Wunde zurück. Eine Blutmahlzeit kann so mehrere Tage andauern.

Tödlicher Stich

Für Hunde besonders gefährlich sind Auwaldzecken, erkennbar an den Punkten auf dem Rückenschild. Diese Zeckenart ist Zwischenwirt für Hunde-Babesien (Babesia canis canis), Einzeller, die als Parasiten die roten Blutkörperchen befallen. In der Regel erfolgt die Übertragung der Erreger zwei bis drei Tage nach dem initialen Zeckenstich durch das „Spucken“ der Zecke. Die ersten Symptome einer Infektion mit Hunde-Babesien treten nach etwa einer Woche auf. Laut Dr. Rolf Wilcken, Leiter der Abteilung Kleintiere der Tierklinik Hochmoor im westfälischen Gescher, gehören dazu ein gestörtes Allgemeinbefinden und Fieber, gefolgt von Fressunlust, Gewichtsverlust und Abgeschlagenheit. „Ein bis zwei Tage später kommt es aufgrund des Zerfalls der roten Blutkörperchen zu Blutarmut, Blutharnen und manchmal auch zu Gelbsucht“. Entzündungen der Maul- und Magenschleimhaut sowie der Muskulatur seien ebenfalls häufig. „Die akute Form der Hunde-Babesiose endet unbehandelt binnen weniger Tage mit dem Tod durch Atemnot, Blutarmut und Nierenversagen“, so Dr. Wilcken.

Nach jedem Spaziergang auf die Suche gehen

Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V., rät allen Hundebesitzern, sofort nach einem Spaziergang im Grünen das Tier sorgfältig nach Zecken abzusuchen. „Entfernen sollte man die Schmarotzer mit einer speziellen Zeckenzange oder einem Zeckenhaken. Zur Not funktionieren auch Pinzette oder spitze Fingernägel.“ In jedem Fall sollte darauf geachtet werden, dass man die Zecke nicht zerquetscht, denn dann würden eventuell vorhandene Erreger unmittelbar in die Stichwunde gebracht werden. „Öl oder Nagellack sind tabu“, warnt McCreight. Die Zecke würde im Todeskampf ihren Mageninhalt in die Wunde entleeren und so eine Infektion beschleunigen. Auf die traditionell strittige Frage „Ziehen oder Drehen?“ hat Dr. Wilcken eine ganz einfache Antwort: „Wie man die Zecke aus der Haut befördert, ist völlig egal. Manchmal geht es mit Ziehen, manchmal mit Drehen leichter. Man sollte aber immer am Kopf und damit so nah wie möglich an der Einstichstelle ansetzen.“ Das Wichtigste sei eine möglichst schnelle Entfernung des Parasiten, ergänzt der Tierarzt. Denn dann wäre eine Infektion mit Hunde-Babesiose sehr unwahrscheinlich.

TASSO-Newsletter vom 20. März 2008:

7 Monate Gefängnis für Tierquäler

Ein 37-jähriger Klempner musste sich unlängst in Berlin vor Gericht verantworten. Er hatte zugegeben, die Katze seiner Freundin aus seiner Wohnung im 5. Stock geworfen zu haben, nachdem er sie zuerst durch die Wohnung gejagt und getreten hatte. Vor Gericht schien ihn seine Tat nicht zu belasten, wie der Tagesspiegel bemerkt. Das Urteil dürfte ihn aber fassungslos gemacht haben: 7 Monate Freiheitsentzug ohne Bewährung. Tierquälerei oder die Tötung von Tieren wird – wenn überhaupt - in der Regel in Deutschland sehr milde geahndet. Eine Geldstrafe oder Bewährung ist das übliche Strafmaß. Obwohl das Gesetz den Richtern genügend Freiraum für richtungweisende Urteile lassen würde. Laut § 17 des Tierschutzgesetzes wird derjenige mit Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren oder einer Geldbuße bestraft, der ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet oder einem Wirbeltier aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt. Richterin Monika Pelcz am Amtsgericht Tiergarten (Berlin) sah die Tat des 37-jährigen Mannes von besonderer Rohheit geprägt, so der Tagesspiegel, und ließ mildernde Umstände nicht gelten. “Ein Urteil, dass wohl nicht nur von Tierschützern voll und ganz unterstützt werden wird.”, bewertet man bei TASSO, dem größten europäischen Haustierzentralregister in Hattersheim, dieses Urteil. “Bleibt zu hoffen, dass dies kein Einzelfall ist, sondern die Gerichte in Zukunft den Spielraum, den ihnen das Gesetz lässt, auch ausschöpfen.”, so Andrea Thümmel, Pressesprecherin bei TASSO. Die Verteidigung ist inzwischen in Berufung gegangen, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

TASSO-Newsletter vom 5. März 2008:

Vergiftete Hunde- und Katzenköder

In der Zentrale von Europas größtem Haustierzentralregister TASSO gehen fast täglich Meldungen von vergifteten Hunden und Katzen ein.
Die Tiere schlucken einen mit Fleisch oder Wurst präparierten Köder und damit leider auch Rasierklingen, Nägel und Gift.
“Man kann gar nicht oft genug daran erinnern, den freilaufenden Hund beim Spaziergang im Auge zu behalten.”, weiß Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V. Zum Glück sind Katzen nicht ganz so häufig von derartig hinterhältigen Tötungsabsichten betroffen. “Generell haben die Vergiftungen aber an Häufigkeit und Brutalität zugenommen.”, so McCreight weiter. Schon beim ersten Verdacht auf Vergiftung, muss unverzüglich gehandelt und das Tier zum Tierarzt gebracht werden. Bis dahin sollte man versuchen, durch eine Kochsalzlösung den Hund zum Erbrechen zu bringen, es sei denn, das Tier hat Säuren oder Gegenstände aufgenommen. Wenn möglich, sollte der Hund viel trinken, da das Wasser einen verdünnenden Effekt hat. In diesem Zusammenhang weist McCreight darauf hin, dass die vorsätzliche Tötung eines Wirbeltieres ein Vergehen gegen das Tierschutzgesetz ist und mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft werden kann.




Homepage Erstellung und Pflege: Superweb Homepage-Erstellung Version 1.0